Die Geschäftsführerin des Hexenhaus Espelkamp, Elke Schmidt-Sawatzki, wurde als stellvertretende Bundesvorsitzende wiedergewählt.

Digitalisierung sozial gestalten

Elke Schmidt-Sawatzki als stellvertretende Bundesvorsitzende wiedergewählt

Der Erfolg gibt ihr Recht: Nach drei Jahren im Amt wurde Elke Schmidt-Sawatzki erneut zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden des Paritätischen Gesamtverbandes gewählt. Hauptberuflich ist sie Geschäftsführerin des Vereins Hexenhaus Espelkamp, einer von 3.100 Mitgliedsorganisationen des Paritätischen in NRW. Ehrenamtlich ist sie zugleich als Landesvorsitzende des Paritätischen NRW engagiert, nun wurde sie von der Mitgliederversammlung des Paritätischen Gesamtverbands erneut in ihrer bundesweiten Rolle bestätigt. Im Amt des Verbandsvorsitzenden wurde der Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Rolf Rosenbrock wiedergewählt.

Erstmals in der Geschichte des Paritätischen Gesamtverbandes hat die Mitgliederversammlung virtuell getagt. Nur eines von vielen Beispielen, welchen Schub die Corona-Pandemie der Digitalisierung gegeben hat - einem der Herzensthemen, die Elke Schmidt-Sawatzki seit vielen Jahren bewegt. „Keine Frage: Digitalisierung betrifft alle Bereiche der sozialen Arbeit, hilft auch auf vielen Ebenen. Aber wir dürfen sie nicht als Selbstzweck verstehen, müssen immer auch die ethische Dimension im Blick behalten“, so Schmidt-Sawatzki. Für die kommenden Jahre hat sich die stellvertretende Bundesvorsitzende des Paritätischen daher auf die Fahnen geschrieben, die digitale Transformation der Gesellschaft sozial mitzugestalten und sozialen Zusammenhalt und Kreativität zu fördern. Digitalisierung ist eine der gravierendsten Veränderungen des 21. Jahrhunderts. „Sie wird die Gesellschaft, die Arbeitswelt, aber auch die Lebenswelten von Menschen maßgeblich verändern. Dabei müssen wir den Fokus stärker auf die gesellschaftlichen und sozialen Folgen legen“, fordert Schmidt-Sawatzki. „Wir dürfen niemanden abhängen! Gleiches gilt auch für den Klimawandel: Der dringend notwendige Kurswechsel in der Klimapolitik muss sozial gerecht gestaltet werden.“

Sei es der Vorsitz des Sozialausschusses der Stadt Espelkamp oder die Mitgliedschaft im Flüchtlingsnetzwerk: Elke Schmidt-Sawatzki ist in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv, etwa in der Anti-Gewalt-Arbeit. Für den Paritätischen engagiert sie sich neben ihrer Rolle als Landesvorsitzende zudem im Beirat der Stiftung Gemeinsam Handeln NRW und im Vorstand der Kreisgruppe Minden-Lübbecke.

Hintergrund: Der Paritätische in NRW

Von der ehrenamtlichen Bürgerinitiative bis zur hauptamtlich geführten sozialen Organisation: Der Paritätische NRW bildet das Dach von rund 3.100 Organisationen mit mehr als 6.500 Einrichtungen und Diensten in allen Feldern der sozialen Arbeit. Der Verband berät seine Mitgliedsorganisationen fachlich, organisatorisch und betriebswirtschaftlich, sichert die Qualität ihrer Arbeit und vertritt ihre Interessen gegenüber Politik und Kostenträgern. Der Paritätische NRW ist konfessionell und parteipolitisch unabhängig. Zugleich ergreift er Partei für Menschen, die keine Lobby haben.